Weblog von Christian Kapke aus Jena


 
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Kabale und Liebe im Deutschen Nationaltheater

Friedrich Schillers Trauerspiel in Weimar


Zitat: DNT Weimar
Das 1784 uraufgeführte Stück, das Friedrich Schiller in der württembergischen Haft entworfen und im thüringischen Exil vollendet hatte, ist ein Stück über die Liebe und ihre unkontrollierbare Kraft, mit der Luise und Ferdinand alle gesellschaftlichen Schranken einreißen wollen. Luise, Tochter eines Musiklehrers, muss gegen die Zweifel des eigenen Vaters kämpfen, während der Präsidentensohn Ferdinand die Intrigen seines Vaters abzuwehren versucht, der ihn mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten will. Das Stück drängt dazu die Fragen von individueller Freiheit im Verhältnis zu den gesellschaftlichen und familiären Zwängen immer wieder neu zu stellen; ein Werk, das gerade durch seine Figuren und ihre Verstrickungen wie ein Sturm durch das gesellschaftlich fest geknüpfte Netz bläst, aber diese zu Ketten veränderten Fäden nicht sprengen kann. Denn die konservativen Kräfte beherrschen das Spiel der Kabale perfekt, so dass die Liebe von Ferdinand und Luise ein teuer bezahlter drei Monate langer glücklicher Traum bleiben wird. Denn der Zweifel, einmal gesät, raubt Ferdinand das Vertrauen in Luise. In seiner Verzweiflung sieht er nur noch im gemeinsamen Tod einen möglichen Ausweg.

Mitschnitt der Hauptproben der Inszenierung von Grazyna Kania am DNT Weimar, Originalbesetzung