Lange Nacht der Museen 2010 in Jena
An Kontrasten reiches Kulturprogramm
Vor dem Hintergrund des Jahres der biologischen Vielfalt 2010 und der besonderen Konzentration auf 200 Jahre Goethes Farbenlehre stand die Museumsnacht 2010 unter dem zusammenfassenden Motto: VERwandlungen.
23 Stationen umfaßte die diesjährige Kulturnacht in Jena. Da ich erst ab 20:30 Uhr einsteigen konnte, hieß es von Beginn an zu selektieren. Auf meinem im Vorfeld eruierten Programm standen die Stationen Phyletisches Museum, Schillers Gartenhaus, Theaterhaus, Optisches Museum, Stadtmuseum Göhre und der Botanische Garten. Geplant, jedoch aus zeitlichen Gründen nicht realisierbar, war die Darvin-Ausstellung im Straßenbahndepot und das Romantikerhaus.
Was mir bereits im Vorfeld klar war und bei derartigen Anlässen wohl immer eine Rolle spielt, ist die begrenzte Aufmerksamkeit, die man den einzelnen Stationen zuteil werden läßt. Der Reiz solch einer Nacht besteht darin, eine kulturelle Zeitreise zu erleben, die bei der Urgeschichte der eigenen Stadt anfangen und bei deren neueren technischen Innovationen aufhören kann.
Persönlich empfand ich das klassische Konzert in der Kulisse vor Schillers Gartenhaus als besonders beeindruckend. Der Besuch im Optischen Museum frischte viel vergessenes Wissen über Jena als optisches Zentrum in Deutschland auf. Im Phyletischen Museum entdeckte ich abermals Präparate, die schon vor 20 Jahren, zu Zeiten meines letzten Besuches, zu sehen waren und nachhaltige Erinnerungen weckten (z.B. die Entwicklung eines Embryo zum Fötus in den jeweiligen Entwicklungsstufen).
Die Ausstellung "Michael Nitzsche - Skulpturen und Plastiken" bewerte ich insbesondere durch die Führung und erklärenden Worte von Julia Nicke für gelungen.
Für Karteninhaber der Museumsnacht war der Besuch der sog. Tropischen Nacht im Botanischen Garten möglich. Das Bild, das sich einem dort bot, stand im krassen Gegensatz zum Gesamtkontext der vorherigen Veranstaltung.
Da es auch in weiteren Städten Thüringens (Erfurt, Weimar, Weimarer Land) an diesem Wochenende eine lange Nacht der Museen gab, die thüringenweit ca. 28.000 Besucher anlockte, wird vermutbar, daß Jena mit nur 2000 verkauften Karten Aufholbedarf haben könnte. Die Teilnehmerzahl empfand ich als angenehm, so waren alle angesteuerten Stationen rege besucht, ohne unangenehm überlaufen zu sein.
Die Museumsnacht ist Zweifelsohne ein Programmpunkt im örtlichen kulturellen Jahreskalender, den man nicht verpassen möchte.
23 Stationen umfaßte die diesjährige Kulturnacht in Jena. Da ich erst ab 20:30 Uhr einsteigen konnte, hieß es von Beginn an zu selektieren. Auf meinem im Vorfeld eruierten Programm standen die Stationen Phyletisches Museum, Schillers Gartenhaus, Theaterhaus, Optisches Museum, Stadtmuseum Göhre und der Botanische Garten. Geplant, jedoch aus zeitlichen Gründen nicht realisierbar, war die Darvin-Ausstellung im Straßenbahndepot und das Romantikerhaus.
Was mir bereits im Vorfeld klar war und bei derartigen Anlässen wohl immer eine Rolle spielt, ist die begrenzte Aufmerksamkeit, die man den einzelnen Stationen zuteil werden läßt. Der Reiz solch einer Nacht besteht darin, eine kulturelle Zeitreise zu erleben, die bei der Urgeschichte der eigenen Stadt anfangen und bei deren neueren technischen Innovationen aufhören kann.
Persönlich empfand ich das klassische Konzert in der Kulisse vor Schillers Gartenhaus als besonders beeindruckend. Der Besuch im Optischen Museum frischte viel vergessenes Wissen über Jena als optisches Zentrum in Deutschland auf. Im Phyletischen Museum entdeckte ich abermals Präparate, die schon vor 20 Jahren, zu Zeiten meines letzten Besuches, zu sehen waren und nachhaltige Erinnerungen weckten (z.B. die Entwicklung eines Embryo zum Fötus in den jeweiligen Entwicklungsstufen).
Die Ausstellung "Michael Nitzsche - Skulpturen und Plastiken" bewerte ich insbesondere durch die Führung und erklärenden Worte von Julia Nicke für gelungen.
Für Karteninhaber der Museumsnacht war der Besuch der sog. Tropischen Nacht im Botanischen Garten möglich. Das Bild, das sich einem dort bot, stand im krassen Gegensatz zum Gesamtkontext der vorherigen Veranstaltung.
Da es auch in weiteren Städten Thüringens (Erfurt, Weimar, Weimarer Land) an diesem Wochenende eine lange Nacht der Museen gab, die thüringenweit ca. 28.000 Besucher anlockte, wird vermutbar, daß Jena mit nur 2000 verkauften Karten Aufholbedarf haben könnte. Die Teilnehmerzahl empfand ich als angenehm, so waren alle angesteuerten Stationen rege besucht, ohne unangenehm überlaufen zu sein.
Die Museumsnacht ist Zweifelsohne ein Programmpunkt im örtlichen kulturellen Jahreskalender, den man nicht verpassen möchte.