Lena Meyer-Landrut - Uniformität im Neonlicht
Eine leichte Beute für die Zielgruppe 14 - 34
Zitat: Jan Feddersen - Spiegel.de
Sie kam, sang und siegte: Lena Meyer-Landrut hat erst Deutschland verzaubert und jetzt ganz Europa mitgerissen. Es ist der Triumph einer Künstlerin, die sich Schlagertum und Boulevard konsequent verweigerte - und stattdessen mit guter Musik und viel weiblichem Selbstbewusstsein punktete.
Dieses Zitat auf Spiegel Online spiegelt die gesamte Misere wider, die der Causa Lena Meyer-Landrut zugrunde liegt.Sie kam, sang und siegte: Lena Meyer-Landrut hat erst Deutschland verzaubert und jetzt ganz Europa mitgerissen. Es ist der Triumph einer Künstlerin, die sich Schlagertum und Boulevard konsequent verweigerte - und stattdessen mit guter Musik und viel weiblichem Selbstbewusstsein punktete.
Die gerade zur "Künstlerin" stilisierte Neunzehnjährige, profilierte sich im Rahmen einer Castingshow als mehrheitlich vermarktungsfähige Sängerin, die zwar stimmliche Qualitäten aufweist, letztlich - natürlich unausgesprochen - mehr durch eine sympathische Optik und gewisse schauspielerische Fertigkeiten punktet. Was medial gern als unverfälschte und offene Persönlichkeit dargestellt wird, ist in meinen Augen die öffentliche Zurschaustellung einer extrovertierten jungen Frau am Scheidepunkt zwischen Kindsein und Erwachsenwerden, die gefährlich erfolgsverwöhnt und bühnengeil, zielsicher von Medienprofis gesteuert, der gelangweilten Allgemeinheit ein Ständchen trällert.
Oslo war wie ein imaginärer Tempel der kulturellen Gegenwart: Durchschaubares Theater, berechenbare Inszenierung und glatt polierte Popmusik in Einheitssprache. Einheitliche Musik für uniforme Ansprüche.